Shimabara

Japan hat über 100 aktive Vulkane. Die bewohnbare Fläche ist knapp, der Inselstaat ist etwa so groß wie Deutschland, viele steile Gebirge verhindern aber eine breite Besiedelung. Also ließen sich die Menschen auch in unmittelbarer Nähe von Vulkanen nieder.

Bestenfalls sorgt das für spektakuläre Fotos. Für Shimabara wurde in den 1990er Jahren die Nähe zum Vulkan Unzen dagegen zum Verhängnis. Nach vielen kleinen Eruptionen brach der Vulkan aus, und pyroklastische Ströme begruben Häuser der Stadt unter einer dicken Ascheschicht. Zum Glück konnten alle Anwohner rechtzeitig evakuiert werden. 43 Wissenschaftler, Reporter und ein Taxifahrer fanden bei der Katastrophe dennoch den Tod.

Heute erinnert ein Disaster Museum an das Unglück. In der Nähe kann man ein paar ehemalige Wohnhäuser besichtigen, die bis zum Dach im Erdboden versunken zu sein scheinen. Sie veranschaulichen, welche Naturgewalten hinter einem Vulkanausbruch stecken.

Den Park der versunkenen Häuser (土石流被災家屋保存公園) erreicht man vom Bahnhof Shimabara aus mit dem Bus bis zur Haltestelle Mizunashihonjin Fukae (みずなし本陣ふかえ). Alternativ kann man auch von der Bahnhaltestelle Shimabarakō aus mit dem Taxi anreisen. Der Zugang zu den Häusern ist kostenlos.

Shukkeien

Shukkeien ist ein kleiner Landschaftsgarten in Hiroshima, der 1620 gegründet wurde. In der Mitte des Gartens dominiert ein Teich mit Inselchen und Brücken. Um diesen Teich herum befinden sich kleine Hügel, ein Bambuswäldchen und auch eine kleine Teeplantage. Der Garten wirkt wie eine verkleinerte Welt, und tatsächlich bedeutet das Wort Shukkeien auch so viel wie “Miniaturlandschaftsgarten”.

Der Shukkeien befindet sich in der Nähe der Burg von Hiroshima. Vom Hauptbahnhof aus erreicht man ihn in wenigen Minuten zu Fuß oder mit einer Straßenbahn bis zur Haltestelle Shukkeien-mae. Der Eintritt kostet 260¥.

Rikugien bei Nacht

Der Landschaftsgarten Rikugien in Tōkyō ist im Herbst schon tagsüber ein Spektakel an bunten Farben. Mit einsetzender Dämmerung wird die Schönheit durch Scheinwerfer, buntes Licht und Nebelmaschinen noch einmal ganz besonders in Stimmung gesetzt.

Die Attraktion ist auch bei Japanern sehr beliebt. Gegen Abend scheint sich halb Tōkyō im Park zu versammeln. Man drängelt sich auf den schmalen Wegen, um einen Spot für schöne Fotos zu finden. Eine weitere Herausforderung ist, dass Stative aus Sicherheitsgründen nicht gestattet sind, man die Fotos also aus freier Hand machen muss. Glücklicherweise nimmt man aber Rücksicht aufeinander, so dass es trotzdem Spaß macht und man ein paar schöne Schnappschüsse mit nach Hause nimmt.

Von der Yamanote-Station Komagome aus erreicht man den Rikugien in wenigen Minuten zu Fuß. Der Eintritt kostet 300¥. Der Park wird nur während der Kirschblüte und Herbstlaubfärbung nachts beleuchtet, in der übrigen Zeit schließt er bereits um 17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr).

Winter Illuminations

Zur dunklen Jahreszeit findet man in Japan nicht nur weihnachtliche Dekoration, sondern auch Winterbeleuchtungen, so genannte Illuminations (イルミ). Jede größere Stadt schmückt Straßenzüge und Plätze mit üppigen Beleuchtungen und Lichtspielen.

Hier ist nun eine Sammlung unserer schönsten Illumination-Fotos, die wir 2018 aufgenommen haben.

Die Illuminationen fangen teilweise bereits im November an, manche gehen bis in den Februar. Wenn man Japan zur Herbst- und Winterzeit besucht, lohnt es auf jeden Fall, sich über diese Lichtspektakel zu informieren. Die meisten sind in öffentlichen Bereichen und können kostenlos besichtigt werden, Landschaftsgärten und Tempel verlangen aber einen Eintritt.

Kamakura Daibutsu

Der Küstenort Kamakura besitzt eine der bekanntesten Buddha-Figuren Japans. Der Große Buddha von Kamakura befindet sich auf dem Gelände des Tempels Kōtoku-in. Mit 13,35 Metern ist er der zweithöchste Bronzebuddha Japans.

Die Arbeiten begannen im Jahr 1252. Ursprünglich befand sich die Statue in einem hölzernen Tempelgebäude und war mit Blattgold belegt. Das Gebäude stürzte in den Jahren 1334 und 1369 ein und wurde beide Male neu aufgebaut. Als 1498 ein gewaltiger Tsunami das Gebäude wegriss, gab man die Pläne einer weiteren Restauration auf. Stattdessen wurde das umliegende Areal neu gestaltet. Der Buddha meditiert seitdem im Freien.

Der Große Buddha befindet sich etwa 10 Gehminuten von der Station Hase entfernt, in der Nähe des ebenso sehenswerten Tempels Hase-dera. Der Eintritt kostet 300¥. Für weitere bescheidene 20¥ kann man auch das Innere der Statue besichtigen. Die 30 Schichten, aus denen die 121 Tonnen schwere Figur gegossen wurde, kann man dort deutlich erkennen. Eine wahrhaftig technische Meisterleistung, wenn man ihr Alter bedenkt.