Beppu Jigoku

Beppu ist eine der bekanntesten Onsen-Städte Japans. Kein anderer Ort hat so ergiebige Thermalquellen. In der ganzen Stadt zischt und brodelt es. Besucher können sich in heißen Bädern entspannen, im heißen Dampf ihr Essen garen oder zum Zeitvertreib verschiedene Höllen besuchen. Hier werden dampfende, brodelnde und blubbernde Teiche in verschiedenen Farben, Größen und Temperaturen (bis zu 98°C) zur Schau gestellt.

Die berühmtesten sind die sieben Höllen von Beppu:

  • Oniishibozu Jigoku: In dieser Hölle blubbern graue Schlammpfützen, welche an die rasierten Köpfe von Mönchen erinnern sollen und der Hölle ihren Namen „Oniishi-Glatzkopfhölle“ geben.
  • Umi Jigoku: Die „Meereshölle“ ist die schönste der sieben Höllen. Auf einem großen Areal gibt es einen großen Teich mit Lotusblüten, einen kleinen Teich mit viel Dampf und etwas versteckt noch einen orangefarbenen Teich. In dem Gebäude kann man Souvenirs kaufen.
  • Kamado Jigoku: In der „Kochtopfhölle“ ist Action angesagt. Animateure unterhalten die Besucher mit verschiedenen kleinen Shows, allerdings nur auf Japanisch.
  • Oniyama Jigoku: Die Wassertemperatur dieser „Ogerberghölle“ eignet sich bestens zum Züchten von Krokodilen. Man kann sie aus sicherer Entfernung in ihren Käfigen fotografieren.
  • Shiraike Jigoku: Die „weißer Teich-Hölle“ bietet dampfendes, milchig trübes Wasser und außerdem ein kleines Aquarium.
  • Chinoike Jigoku: Der blutrote Teich verlieh der Hölle ebendiesen Namen. Er ist in einen Berghang eingebettet und bietet ein Motiv für schöne Fotos.
  • Tatsumaki Jigoku: Hauptattraktion der „Wasserspeier-Hölle“ ist ein Geysir, der etwa alle 30-40 Minuten ausbricht. Es lohnt sich, sich zuerst über die Zeit des nächstens Ausbruchs zu erkundigen und die Wartezeit dann eventuell nebenan in der Chinoike Jigoku zu verbringen.

Man zahlt an jeder der sieben Höllen 400¥ Eintritt. Alternativ kann man sich an der ersten Hölle, die man besucht, gleich ein Kombiticket für 2000¥ kaufen. Der Verband dieser sieben Höllen bietet eine Broschüre mit weiteren Informationen an. Es gibt noch mehr Höllen in Beppu, beispielsweise die Yama Jigoku, die allerdings nicht dem Verband angehören und separaten Eintritt verlangen.

Am einfachsten erreicht man die Höllen vom Bahnhof Beppu aus mit dem Bus bis zur Haltestelle Kannawa Bus Terminal. Wer (wie wir) etwas laufen mag, kann den Besuch mit einer etwa 8 Kilometer langen Wanderung verbinden. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Beppudaigaku, den man von Beppu aus mit der JR Nippo Line erreicht. Der Weg endet am Bahnhof Kamegawa, wo man die gleiche Linie zurück zum Hauptbahnhof nimmt.

Die beiden letzten Höllen liegen etwas abseits. Man erreicht sie zu Fuß mit einem gemütlichen Spaziergang durch einen etwas ländlichen Randbezirk der Stadt, aber auch mit dem Bus (Haltestelle Chinoike Jigoku Mae) oder einem Taxi. Wir fanden sie allerdings nicht so spannend wie die anderen Höllen. Wenn die Zeit knapp wird, kann man sich den Umweg dorthin sparen.

Reisetagebuch November 2018: Beppu

In Beppu brodelt, zischt und dampft es. Die Stadt nutzt ihre heißen vulkanischen Mineralquellen für alles Mögliche: Für Thermalbäder, zum Dämpfen von Speisen oder als Touristenattraktion. Es dampft aus allen Ritzen, und ein Geruch von Schwefel liegt hier und dort in der Luft.

Wir besuchten die Beppu Jigoku, die sieben Höllen von Beppu. Hier kann man verschiedene Formen der Mineralwässer bewundern. Mal als türkisfarbenes, dampfendes Wasser. Mal als blutroter Teich. Mal als grauer Blubber. Sogar zum Züchten von Krokodilen eignet sich das heiße Wasser.