Shukkeien

Shukkeien ist ein kleiner Landschaftsgarten in Hiroshima, der 1620 gegründet wurde. In der Mitte des Gartens dominiert ein Teich mit Inselchen und Brücken. Um diesen Teich herum befinden sich kleine Hügel, ein Bambuswäldchen und auch eine kleine Teeplantage. Der Garten wirkt wie eine verkleinerte Welt, und tatsächlich bedeutet das Wort Shukkeien auch so viel wie "Miniaturlandschaftsgarten".

Der Shukkeien befindet sich in der Nähe der Burg von Hiroshima. Vom Hauptbahnhof aus erreicht man ihn in wenigen Minuten zu Fuß oder mit einer Straßenbahn bis zur Haltestelle Shukkeien-mae. Der Eintritt kostet 260¥.

Rikugien bei Nacht

Der Landschaftsgarten Rikugien in Tōkyō ist im Herbst schon tagsüber ein Spektakel an bunten Farben. Mit einsetzender Dämmerung wird die Schönheit durch Scheinwerfer, buntes Licht und Nebelmaschinen noch einmal ganz besonders in Stimmung gesetzt.

Die Attraktion ist auch bei Japanern sehr beliebt. Gegen Abend scheint sich halb Tōkyō im Park zu versammeln. Man drängelt sich auf den schmalen Wegen, um einen Spot für schöne Fotos zu finden. Eine weitere Herausforderung ist, dass Stative aus Sicherheitsgründen nicht gestattet sind, man die Fotos also aus freier Hand machen muss. Glücklicherweise nimmt man aber Rücksicht aufeinander, so dass es trotzdem Spaß macht und man ein paar schöne Schnappschüsse mit nach Hause nimmt.

Von der Yamanote-Station Komagome aus erreicht man den Rikugien in wenigen Minuten zu Fuß. Der Eintritt kostet 300¥. Der Park wird nur während der Kirschblüte und Herbstlaubfärbung nachts beleuchtet, in der übrigen Zeit schließt er bereits um 17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr).

Kamakura Daibutsu

Der Küstenort Kamakura besitzt eine der bekanntesten Buddha-Figuren Japans. Der Große Buddha von Kamakura befindet sich auf dem Gelände des Tempels Kōtoku-in. Mit 13,35 Metern ist er der zweithöchste Bronzebuddha Japans.

Die Arbeiten begannen im Jahr 1252. Ursprünglich befand sich die Statue in einem hölzernen Tempelgebäude und war mit Blattgold belegt. Das Gebäude stürzte in den Jahren 1334 und 1369 ein und wurde beide Male neu aufgebaut. Als 1498 ein gewaltiger Tsunami das Gebäude wegriss, gab man die Pläne einer weiteren Restauration auf. Stattdessen wurde das umliegende Areal neu gestaltet. Der Buddha meditiert seitdem im Freien.

Der Große Buddha befindet sich etwa 10 Gehminuten von der Station Hase entfernt, in der Nähe des ebenso sehenswerten Tempels Hase-dera. Der Eintritt kostet 300¥. Für weitere bescheidene 20¥ kann man auch das Innere der Statue besichtigen. Die 30 Schichten, aus denen die 121 Tonnen schwere Figur gegossen wurde, kann man dort deutlich erkennen. Eine wahrhaftig technische Meisterleistung, wenn man ihr Alter bedenkt.

Ekō-ji

Ekō-ji (惠光寺) bedeutet so viel wie Tempel des sanftmütigen Lichtes. Der Name spielt auf das Licht an, das von Amida-butsu, dem Buddha des unermesslichen Lichtes, ausgeht.

Die Tempelanlage ist verhältnismäßig jung, erbaut wurde sie 1993. Neben dem Tempel gehört auch ein kleiner Garten und ein Holzhaus zu der Anlage. Was den Tempel so einzigartig macht? Er steht in der Stadt デュッセルドルフ (Düsseldorf) und ist die einzige Tempelanlage Deutschlands, die im japanischen Stil gebaut wurde. In Europa ist der Ekō-ji außerdem der einzige Tempel der Jōdo-Shinshū, eine der größten japanischen Schulen des Buddhismus.

Tatsächlich fühlte sich der Besuch für uns ein wenig surreal an, so als wären wir mit der Straßenbahn mal eben nach Japan gefahren. Das einzige, was wir vermissten, war der Duft von altem Holz und von den Räucherstäbchen, und vielleicht ein Getränkeautomat.

Der Besuch der Gartenanlage ist kostenlos. Ansonsten bietet das Ekō-Haus regelmäßig Führungen, Veranstaltungen, Teezeremonien und Kurse an. Man erreicht den Tempel am besten mit der Straßenbahn (bis Heerdter Sandberg) oder dem Bus (bis Niederkasseler Kirchweg).

Hida no Sato

Hida no Sato, auf Deutsch das Hida-Dorf, ist ein Freilichtmuseum in Takayama, einer Stadt in den Japanischen Alpen.

Die Häuser in dem Dorf stammen aus der Edo-Zeit (1603 bis 1868). Das Ensemble ist aber künstlich. 1971 wurde das Museum gegründet und Häuser aus der ganzen Hida-Region hierher verlegt.

Ein Teil der Gebäude stammen aus dem Ort Shirakawa-gō, das wegen seiner Häuser im gasshō-zukuri-Stil zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Baustil zeichnet sich durch seine steilen Reeddächer aus, die im Winter erhebliche Schneemengen tragen können, wie sie in diesem Teil Japans gerne fallen.

Andere Gebäude wurden aus Gebieten mit moderaterem Wetter in das Museum verlegt. Dem Taguchi-Haus wurde das 1981 zum Verhängnis, als bei einem starken Wintereinbruch ein Dachbalken unter der Schneelast brach.

Auf dem Museumsgelände kann man die Häuser frei erkunden und traditionellen Schauhandwerkern hier und da über ihre Schultern blicken. Außerdem werden morgens die Feuerstellen in den Häusern angezündet. So kann man die kleine Zeitreise auch als Duft erleben.

Das Museum hat jeden Tag von 8:30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Man erreicht es vom Bahnhof Takayama aus mit dem Sarubobo-Bus oder in etwa 25 Minuten zu Fuß. Der Eintritt kostet 700¥. Englische Beschilderung ist vorhanden. Die Häuser dürfen nur auf Socken betreten werden.

Wenn nach dem Besuch noch Zeit übrig ist, sollte man unbedingt der Altstadt von Takayama einen Besuch abstatten und dort das köstliche Hida-Rind probieren.