Eigentlich hätte unsere Reise gestern in den Badeort Beppu und nach Kumamoto führen sollen, aber die Region wurde vor ein paar Wochen von einem schweren Erdbeben getroffen, welche die Burg von Kumamoto und auch die Infrastruktur stark beschädigte.

Als Ersatz fuhren wir heute zur Burg Shimabara-jō. Dort wurden wir von Folkloretänzerinnen begrüßt und sahen uns das Museum in der Burg an.

Danach ging es in die Stadt Shimabara. In den Jahren 1990 bis 1995 brach der nahe gelegene Vulkan Unzen aus. Pyroklastische Ströme ergossen sich schließlich über den Ort und begruben die Häuser unter einer dicken Ascheschicht. Die Anwohner konnten rechtzeitig evakuiert werden, aber für 43 Wissenschaftler und Reporter sowie für die Häuser kam jede Hilfe zu spät. Heute steht hier das Unzen Disaster Museum, wo man ein paar ehemalige Wohnhäuser sehen kann, die bis zum Dach im Erdreich versunken zu sein scheinen.

Mit der Seilbahn ging es danach zu einer Aussichtsplattform, von der aus man den Berg Unzen nach wie vor dampfen sieht. Auch hier werden Eier verkauft, allerdings im Gegensatz zu Ōwakudani nur dampfgegart und deshalb nicht mit schwarzer, sondern mit weißer Schale.