Okayama und Kurashiki

Es geht weiter zur nächsten Station: Okayama. Die Stadt selbst hat außer dem berühmten Garten Kōraku-en, den wir aber schon kennen, recht wenig Interessantes zu bieten. Ganz in der Nähe ist die Stadt Kurashiki mit malerischen alten Kaufmannshäusern an einem Kanal. Dort ist auch - nach einem beschwerlichen Treppenaufstieg - der Achi-Tempel zu sehen.

In einem kleinen Laden kauften wir zwei Teeschälchen, und zwar bei einem Türken, der zwar noch nie in Deutschland war, aber hervorragend Deutsch sprach und von Köln schwärmte.

Okayama

Nach dem Frühstück ging es gleich wieder mit dem Bus weiter zum Bahnhof. Allerdings mit einer kurzen Pause für einen Blick auf den Fuji-san (so nennt man den "Fujiyama" richtig), der für ein paar Minuten für uns sein Wolkenkleid ablegte.

Mit dem Shinkansen-Schnellzug fuhren wir nach Hiroshima. Die Fahrt war beeindruckend. Die Züge sind innen sehr geräumig und brettern mit 300 km/h durch die Landschaft. Sie sind außerdem berühmt für ihr Bentō, eine Lunchbox, die wir natürlich bei der Gelegenheit gleich probierten.

Wir machten Zwischenhalt in Okayama, um den Landschaftsgarten Kōrakuen zu besichtigen. Er gehört zu den drei schönsten in Japan. Unser Reisegepäck wollten wir am Bahnhof in einem Schließfach einschließen, doch es waren schon alle belegt. Wir fanden uns schon damit ab, das Gepäck mitschleppen zu müssen, aber ein junger Mann bot uns seine Hilfe an und zeigte uns weitere Schließfächer in einem versteckten Bereich des Bahnhofs. Es ist unglaublich, wie hilfsbereit die Menschen hier sind.

Zum Abendessen gab es Okonomiyaki. Das ist eine Hausmannskost, bestehend aus Kohl, Nudeln, Ei und Bonitoflocken. In Okonomimura gibt es dutzende solcher Läden, wo die japanische Pizza wie von Muttern zubereitet wird.