Kamakura

Der Küstenort Kamakura ist ein Pflichtbesuch für Japanreisende. Die meisten geführten Touren karren ihre Besucher allerdings nur zu dem Hasedera-Tempel und dem großen Buddha. Wir haben sie schon zwei mal gesehen und deshalb heute ausgelassen. Der Ort hat so viel mehr zu bieten!

Wir besuchten den Schrein Tsurugaoka Hachimangu und den Tempel Kenchoji mit seiner Aussichtsplattform Hanso-bo, von der aus man bei gutem Wetter einen schönen Blick auf Japans Wahrzeichen, den Fuji-san, hat. Außerdem hatten wir so die Möglichkeit, beim Kamakura Chacha hausgemachtes Matcha-Eis zu probieren, das in den Intensitätsstufen 1 (schwach) bis 5 (für Matcha-Kenner) angeboten wird.

Nach einer ausgiebigen Pause am Sandstrand fuhren wir noch in den Nachbarort Õfuna, wo der riesige Kopf der Ōfuna Kannon schon von Weitem zu sehen ist.

Kamakura und Tōkyō

Die Übernachtung auf dem Tatami-Boden war überraschend bequem. Wir haben tatsächlich besser geschlafen als in so manchem Hotelbett. Das Frühstück war ebenfalls japanisch: gebratener Fisch, Misosuppe, Reis, gekochtes Ei in Dashi, Joghurt mit Frucht, Seidentofu, Grüntee. Zum Unmut unserer Mitreisenden gab es eines jedoch nicht: Kaffee.

Mit dem Bus fuhren wir zum Ashi-See. Dort besuchten wir den Hakone-Schrein, dessen rotes Torii am Wasser wir 2010 noch bei der Fahrt mit einem Piratenschiff gesehen hatten. Apropos: Natürlich fuhren wir auch diesmal mit so einem Schiff über den See.

Weiter ging es nach Kamakura, wo wir den Hase-dera und den großen Buddha besuchten.

Und dann fuhren wir zu unserer letzten Station der Gruppenreise: Tōkyō. Unser Hotel ist im Stadtteil Asakusa, direkt beim Senso-ji. 2010 begann hier unsere erste Rundreise durch das Land.

Damals war der Tōkyō Sky Tree noch im Bau. Jetzt ist er fertig, und wir ließen es uns nicht nehmen, auf die obere Aussichtsplattform des höchsten Fernsehturms der Welt zu fahren. Der Eintritt ist sündhaft teuer. 3.800¥ zahlten wir pro Person, inklusive Zugang zur Express-Warteschlange und der oberen Aussichtsplattform. Die Aussicht von dort auf die Metropole ist aber einmalig und lässt schnell vergessen, was man unten an der Kasse gelassen hat.

Fuji-Nationalpark

Es war ein langer Tag heute. Wir waren mit dem Bus unterwegs und sind erst spät abends im Hotel im Fuji-Nationalpark angekommen. So spät, das wir fast das Abendessen verpasst haben.

In Kamakura sahen wir einen riesigen Bronzebuddha, der im Freien sitzt. Man konnte sogar in die Statue hineingehen. Die nächste Station war der Tempel Hasedera. Dann ging es zum Ashi-See, wo wir eine Bootsfahrt auf einem Piratenschiff machten.

Die letzte Station war Ōwakudani mit seinem Schwefelquellen. Dort gibt es kuro tamago. Das sind Hühnereier, die in dem heißen Schwefelwasser gekocht werden und dadurch eine schwarze Schale bekommen. Der Verzehr eines solchen Eies verspricht ein sieben Jahre längeres Leben. Die Aussicht von dort war atemberaubend, der Schwefelgestank allerdings auch.