Yokohama Christmas Market

Tōkyōs altes Wahrzeichen, der Tōkyō Tower, ist dem Eiffelturm in Paris nachempfunden. Wir fuhren auf die untere Aussichtsplattform in 150 Metern Höhe und genossen den Blick über Tōkyō und die Nachbarstadt Yokohama.

Und dort fuhren wir anschließend hin. Der Weihnachtsmarkt an den Yokohama Red Brick Warehouses ist der größte, den wir bisher in Japan gesehen haben. Es gibt dort etliche Futterbuden mit Glühwein, Bratwurst, aber auch ausgefallenere Speisen wie Kartoffelsuppe oder Hoppelpoppel, dazu noch Buden mit Geschenkartikeln.

Etwas klassischer ist der Weihnachtsmarkt am Roppongi Hill Mori Tower in Tōkyō. Er ist zwar sehr klein, ist aber der älteste Tōkyōs und bietet hauptsächlich typisch deutsche Geschenkartikel.

Den Abend schlossen wir mit der Illumination am Caretta Shiodome ab. Sie behauptet von sich, die beste Tōkyōs zu sein. Es ist ein Lichterspektakel zur Musik von der Disney-Animation "Die Eiskönigin". Uns gefiel der Starlight Garden allerdings besser.

Kakegawa

Der Shinkansen-Schnellzug brachte uns nach Kakegawa, wo wir den Vogelpark Kakegawa Kachō-en besuchten. In mehreren Volieren lassen sich hier exotische Vögel von den Besuchern füttern. Auch wenn das nicht unbedingt typisch japanisch ist, Spaß gemacht hat es.

Außerdem ist in Kakegawa die Burg und der dazu gehörende Palast einen Besuch wert.

Wieder zurück in Yokohama, drehten wir abends noch eine Runde durch das bunt beleuchtete, laute und lecker duftende Chinatown.

Und damit endet die erste Etappe. Morgen ziehen wir weiter nach Kyōto.

Yokohama

Nach einem langen Flug sind wir endlich angekommen. Als Erstes holten wir uns den Rail Pass für die Bahnfahrten und die SIM-Karte für mobiles Internet. Es kann losgehen!

Unsere erste Station und Ausgangspunkt für die kommenden zwei Tagesausflüge ist Yokohama. Das Hotel hat eine fantastische Sicht auf die Bucht. Festlich beleuchtete Straßen und große Weihnachtsbäume in den Hotelfoyers bringen uns bereits in weihnachtliche Stimmung. Ein Bootsanleger, der die Bucht mit Weihnachtsmusik beschallt, tut sein übriges. 🎄

Aber jetzt, früh am Abend, schlägt der Jetlag gnadenlos zu. Wir können unsere Augen kaum noch offen halten. Morgen geht es nach Kamakura.

Hikawa Maru

Im Stadtteil Minato Mirai in Yokohama liegt die Hikawa Maru als Museumsschiff vor Anker.

Fertiggestellt wurde sie am 25. April 1930 als eines von drei Passagierschiffen der Hikawa Maru-Klasse. Die beiden 8-Zylinder-Dieselmotoren des dänischen Herstellers Burmeister & Wain brachten insgesamt 11.000 PS auf die zwei Schiffschrauben und erlaubten eine Spitzengeschwindigkeit von 18,5 Knoten (34,3 km/h). Sie gehörten zu den modernsten Motoren ihrer Zeit.

Die Jungfernfahrt führte die Hikawa Maru am 13. Mai 1930 von Kōbe nach Seattle. Danach nahm sie den Liniendienst zwischen Yokohama, Vancouver und Seattle auf. Das Schiff bot 76 Gästen in der ersten Klasse Platz, 69 Personen in der zweiten Klasse und 186 in der dritten Klasse. Der erstklassige Service, das gute Essen und die Art Deco-Einrichtung brachte ihr bei den Passagieren den Namen "Königin des Pazifiks" ein. Der wohl prominenteste Gast war Charlie Chaplin, der 1932 einen Teil seiner Weltreise auf dem Luxusschiff verbrachte.

Als in Europa der zweite Weltkrieg ausbrach, verhalf die Hikawa Maru Juden zur Flucht über Japan nach Kanada und den USA. Mit dem Eintritt Japans in den Krieg wurde sie als Hospitalschiff eingesetzt. Sie war eine von nur zwei japanischen Passagierschiffen, die den Krieg überstanden. Die beiden Schwesterschiffe wurden bei Gefechten versenkt.

1961 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und zu einem Museum und Restaurant umgebaut. Nach finanziellen Turbulenzen und einer Restaurierung wurde sie 2008 als reines Museumsschiff wiedereröffnet. Sie gehört zum NYK Maritime Museum, der Eintritt kostet 300¥.

Yokohama

Die letzte Fahrt mit dem Shinkansen auf dieser Reise, das Ziel ist Yokohama. Touristisch spielt sich das meiste glücklicherweise in dem neuen Stadtteil Minato Mirai 21 ab, wir brauchten also zur Freude unserer Füße heute nicht viel zu gehen. Prominent sind der Landmark Tower, die Red Brick Warehouses und Cosmo World mit seinem auffälligen Riesenrad.

Im Hafen liegt die Hikawa Maru, ein Passagierschiff von 1930, das jetzt als Museum besichtigt werden kann.

Ein wenig abseits davon ist Yokohamas sehenswerte Chinatown.