Reisetagebuch November 2018: Momiji in Kyōto

Das Wetter war uns überwiegend gut gesonnen. Außerdem ist laut den Nachrichten in Kyōto momentan der Höhepunkt der Herbstlaubfärbung erreicht. Wir besuchten einen Teil der unzähligen Schreine und Tempel im östlichen Teil Kyōtos, wie etliche Japaner auch, die mit Kameras bewaffnet die Anlagen stürmten.

Also dann, viel Spaß beim Betrachten bunter Blätter. 😁

Reisetagebuch November 2018: Kyōto

In Yokohama hatten wir bisher wenig Glück bei unserer Suche nach der Herbstlaubfärbung. Dafür war es noch zu früh.

Die Ahorn- und Gingko-Bäume in Kyōto haben sich bereits verfärbt und strahlen in kräftigen Farbtönen. Nur das Wetter spielte noch nicht mit, denn heute war es zu bedeckt für schöne Fotos. Wenn morgen die Sonne scheint, ist die Jagd auf Momiji-Bilder endlich eröffnet.

Der Garten im Heian-Schrein

Im Osten Kyōtos befindet sich der Heian-jingu, eine 1895 errichtete große Schreinanlage.

Um den Schrein herum verläuft der Shin-en, der Göttergarten. Er ist 33.060 m² groß und beinhaltet mehrere Teiche, die durch Wege miteinander verbunden sind. Etliche Kirschbäume zieren den Garten und machen die Anlage damit zu einem Pflichtbesuch während der Kirschblüte.

In den Teichen findet man sonst eher seltene Tierarten wie die gelbe Sumpfschildkröte oder die japanische Wasserschildkröte. Die Fische und Schildkröten lassen sich gerne füttern, entsprechendes Futter kann man vor Ort kaufen.

Der Besuch des Heian-jingu selbst ist kostenlos, der Zugang zum Garten kostet 600¥. Es lohnt sich, nicht zu spät zu kommen, denn die Zeit vergeht dort wie im Flug, aber der Garten schließt um 17 Uhr.

Ukiyo-e Small Museum

In der Yasaka Dori in Kyōto, gleich beim Tempel Kennin-ji auf der anderen Straßenseite, ist das wahrscheinlich kleinste Ukiyoe-Museum der Welt, das Ukiyo-e Small Museum. Es gehört Ichimura Mamoru, einem der letzten noch lebenden Künstler dieses Genres.

Als Ukiyo-e bezeichnet man im allgemeinen Grafiken, die in mehrere Holzplatten geschnitzt und dann gedruckt werden. Für jede Druckfarbe kommt dabei eine eigene Holzplatte zum Einsatz, die mit höchster Präzision auf das Papier gebracht wird.

Dieses Museum fiel uns wegen seiner eigentümlichen Öffnungszeiten auf. Vor der Tür zeigt eine große Tafel, dass das Museum geöffnet ist, solange der Inhaber nicht schläft - oder bis er keine Lust mehr hat.

Das Museum hatte geöffnet, als wir dort waren, nur leider hatten wir keine Zeit für einen Besuch. Vielleicht das nächste mal... Sehenswert ist das Foto mit den Öffnungszeiten aber allemal.