Die letzte Fahrt mit dem Shinkansen auf dieser Reise, das Ziel ist Yokohama. Touristisch spielt sich das meiste glücklicherweise in dem neuen Stadtteil Minato Mirai 21 ab, wir brauchten also zur Freude unserer Füße heute nicht viel zu gehen. Prominent sind der Landmark Tower, die Red Brick Warehouses und Cosmo World mit seinem auffälligen Riesenrad.

Im Hafen liegt die Hikawa Maru, ein Passagierschiff von 1930, das jetzt als Museum besichtigt werden kann.

Ein wenig abseits davon ist Yokohamas sehenswerte Chinatown.

Als erstes auf dem Tagesplan stand der Sagano Romantic Train. Der alte Panoramazug schlängelt sich entlang des Flusses Hozugawa. Ein Erlebnis, das man gerne verpassen darf. Auf der falschen Seite sitzend blickten wir während der 25-minütigen Fahrt meistens auf einen Hang, wenn wir nicht durch einen der acht Tunnel fuhren.

Da war die Fahrt mit einem Raddampfer auf dem Biwa-See schon mehr nach unserem Geschmack. Der See ist der größte Japans und etwas größer als der Bodensee.

Kyōto selbst kam bisher zu kurz, also haben wir uns heute ein paar Orte angesehen. Den Tempel Tōfuku-ji und den dazu gehörenden Garten beispielsweise.

In der Ferne an einem Berghang sahen wir außerdem eine große Kannon-Statue. Sie gehört zum Ryōzen Kannon, einer etwas vernachlässigten Anlage, die hauptsächlich an die gefallenen Soldaten im zweiten Weltkrieg erinnern soll.

Am Wochenende und bei so schönem Wetter findet man im Stadtteil Gion fast überall Frauen, die Kimonos tragen. Und wenn man viel Glück hat, auch mal eine echte Geiko. So nennt man eine Geisha in Kyōto.

Heute gab es das Finale. Wir gingen den Philosophenweg, welcher an einem Bach und entlang mehrerer Tempel verläuft. Ein Abstecher brachte uns zum Heian-Schrein mit einer schönen Gartenanlage. Zuletzt wanderten wir durch einen Wald auf den Shōgunzuka Mound, von deren Aussichtsplattform man eine einmalige Aussicht auf Kyōto bis hin nach Ōsaka hat.

Letzte Nacht durften wir ein kleines Erdbeben erleben. Nördlich von Obama (so heißt der Ort wirklich) bebte die Erde mit einer Stärke von 5,0. Bei uns in Kyōto in etwa 80 km Entfernung spürten wir im Hotel ganz leicht den Boden wackeln. Völlig harmlos für hiesige Verhältnisse, für uns war das aber schon Nervenkitzel genug.

Unsere Reise ist jetzt leider schon vorbei. Die Koffer sind gepackt, morgen geht es zurück nach Deutschland. Wir haben aber ein paar Fotos mit im Gepäck, von denen wir hier noch erzählen werden.