Wir besuchten den früheren Kaiserpalast aus der Zeit, als Kyōto noch die Hauptstadt Japans war. Wir schafften es gerade rechtzeitig vor einem heftigen Gewitter in das Gebäude hinein. Drinnen gab es kein Kunstlicht, es war ziemlich dunkel. Fotografieren wäre aber sowieso nicht erlaubt gewesen. Schade, denn die alten Wandzeichnungen sind sehenswert. Interessant ist auch der Holzboden, der beim Begehen quietscht, um Eindringlinge zu verraten.

Bei etwas besserem Wetter besuchten wir dann den Hojo-Teien, einen der berühmtesten Steingärten Japans. Er befindet sich auf dem Gelände des Ryōanji mit einem sehenswerten Landschaftsgarten.

Nächste Station war der Kinkakuji, der goldene Pavillon.

Den Nachmittag hatten wir frei, und wir sahen uns in Kyōto um. Der Tempel Higashi honganji liegt mitten in der Stadt. Ein Nebengebäude wird gerade restauriert, aber wir konnten es von innen anschauen. Danach waren wir am Hauptbahnhof. Ein riesiges Gebäude, in dem Rolltreppen bis in den Himmel zu fahren scheinen.

Südlich vom Bahnhof gibt es ebenfalls noch Tempel und Schreine. Wir schauen uns noch den Kōshōji an, aber unsere schmerzenden Füße beenden den frühen Abend dann vorzeitig.

Heute waren wir wieder alleine unterwegs. Wir gingen den Philosophenweg am östlichen Stadtrand von Kyōto entlang. Er beginnt in der Nähe des Ginkaku-ji, dem silbernen Pavillon. Der malerische Weg folgt einem Bach. Immer wieder kann man ihn verlassen, um einen Tempel oder Schrein in der Nähe zu besuchen.

Nach einem Abstecher zum Heian-Schrein gingen wir weiter durch den Stadtteil Gion mit seinen alten Teehäusern. Wenn man Glück hat, kann man hier eine echte Geiko sehen (so nennt man hier eine Geisha). Wir hatten leider kein Glück.

Am Abend ging die Gruppe ein letztes Mal gemeinsam essen. Wir waren in einem japanischen Restaurant, wo wir uns mit vielen kleinen Gängen durch die japanische Küche probieren konnten.

Damit endet auch schon der letzte Tag unserer Reise. Das Gepäck ist fertig gepackt für den Rückflug. Morgen früh holt uns der Bus ab und bringt uns zum Flughafen. Wir wären gerne noch etwas länger geblieben.

Ein Bus brachte uns nach Kansai Airport. Der Flughafen befindet sich auf einer künstlichen Insel vor der Stadt Ōsaka.

Auch unser Rückflug ist rekordverdächtig. Der Airbus A380, die größte Passagiermaschine der Welt, brachte uns nach Japan. Zurück bringt uns ein Airbus A340-600, die längste Passagiermaschine der Welt.

Wir stehen am Gate und warten auf das Boarding. Uns fällt es schwer, Abschied von Japan zu nehmen. Der Urlaub hat uns sehr gefallen, wir wären gerne noch länger geblieben.

Für uns steht fest, dass wir wiederkommen werden. Die Frage ist nur, wann...

Saturday, September 25, 2010