Kasuga-taisha

Der Kasuga-taisha ist ein Shintō-Schrein in Nara. Er wurde im 8. Jahrhundert - einer Sage nach am 9. November 768 - erbaut. Bis zum Ende der Edo-Zeit wurde er alle 20 Jahre erneuert, wie es die Tradition verlangte.

Der Schrein ist bekannt für seine tausende Bronze- und Steinlaternen. Zwei mal jährlich werden sie bei Festen beleuchtet, und zwar beim Setsubun Mantoro (3. Februar) und Chūgen Mantoro (14. bis 15. August).

Der Kasuga-taisha liegt im Nara Park. Man erreicht ihn von der JR Nara Station mit dem Bus oder auch zu Fuß. Wenn man sich den Nara Park ansieht, kommt man fast zwangsläufig an dem Schrein vorbei. Der Eintritt kostet 500¥. Der äußere Teil der Anlage kann kostenlos besichtigt werden.

Uji und Nara

Heute ging es erst einmal in das Städchen Uji. Das sehenswerteste Gebäude dort ist der Tempel Byōdō-in, uns gefiel aber auch der Kōshō-ji sehr gut.

Nächste Station war Nara, bekannt für seine Tempel und Schreine, aber auch für seine zahmen Hirsche, die den Touristen aus der Hand fressen. Das wichtigste Gebäude dort ist der Tōdai-ji, das größte Holzhaus der Welt mit einem 15 Meter hohen Bronzebuddha darin. Wir haben diesen Tempel bereits zwei mal gesehen, ein drittes Mal wäre zu viel des Guten. Stattdessen besuchten wir den Kasuga Taisha mit seinen hunderten von Laternen.

Nara und die Geishatänze

Heute fuhren wir mit der Bahn nach Nara und besuchten den Tōdai-ji mit dem großen Buddha. Danach eilten wir am Kasuga-taisha-Tempel mit seinen tausend Laternen vorbei. Wir hätten gerne mehr Zeit in Nara verbracht, aber wir mussten für den nächsten Programmpunkt, die "Geishatänze", pünktlich zurück in Kyōto sein.

Was sich auf dem Programm nach reiner Touristenfolklore anhörte, entpuppte sich als eine echte Theateraufführung in einem Kabuki-Theater in Pontocho. Natürlich verstanden wir kein einziges Wort, um so mehr konnten wir aber auf die Kostüme und den Gesang achten.

Nach der Vorstellung kamen wir mit einem Japaner ins Gespräch, der sich wahrscheinlich fragte, wie sich eine Gruppe Ausländer in das Theater verlaufen konnte. Er erklärte uns, dass das Stück selbst für Japaner sehr schwer zu verstehen ist. Es war der fünfte Akt eines alten Stückes in 15 Akten. Jedes Jahr wird ein Teil davon aufgeführt.

Es war eine sehr interessante Erfahrung. Vor allem die Musik - von einer kleinen Gruppe Musikerinnen live gespielt und gesungen - klang in unseren westlich geprägten Ohren zwar ungewöhnlich, aber gut.

Nara

Heute ging es mit dem Bus zu unserer letzten Station, Kyōtō. Vorher machten wir aber einen Zwischenhalt in Nara. Dort befindet sich eine große Parkanlage mit mehreren Tempeln und Schreinen. Und auch hier gibt es eine ganze Schar zahmer Hirsche, die frei herumlaufen und den Touristen Kekse aus der Hand fressen.

Der wichtigste Tempel ist der Tōdai-ji, mit seiner Höhe von fast 49 Metern das größte Holzgebäude der Welt. Darin sitzt ein 15 Meter riesiger Bronze-Buddha. Der wichtigste Schrein ist der Kasuga Taisha, eine wunderschöne Anlage mit tausenden von Laternen aus Stein und Metall.

Abends kommen wir im Hotel in Kyōtō an. Unser Nichtraucherzimmer stinkt so sehr nach altem Zigarettenrauch, dass uns die Luft wegbleibt. Zum Glück dürfen wir in ein anderes Zimmer ziehen, sogar mit besserer Aussicht! Dort essen wir Sushi, das wir uns nach einem Einkaufsbummel in einem Supermarkt besorgt haben.