Tōkyō 2

An unserem letzten Tag in Tōkyō gab es ein buntes Programm. Die Icho Namiki ist eine Gingko-Allee, die immer noch in einem prächtigen Gelb leuchtet, auch wenn viele Gingko-Bäume schon fast alles Laub verloren haben.

Danach besuchten wir den Yebisu Garden Christmas Marché. Der vermeintliche Edel-Weihnachtsmarkt bestand aber aus lediglich drei Buden, die Geschenkartikel verkauften. Neben einem Weihnachtsbaum befindet sich dort auch der angeblich größte Baccarat-Kronleuchter der Welt. Die Turmuhr am Yebisu Garden Place rundete das Erlebnis ab. Zur vollen Stunde stellt dessen Spieluhr eine Oktoberfestparade dar.

Im Hibiya Park hätten wir gerne noch einen ganz besonderen Weihnachtsmarkt besucht. Er ist dem Markt in Dresden nachempfunden, seine 14 Meter hohe Weihnachtspyramide wurde sogar von dort importiert. Leider öffnet der Markt erst am 14. Dezember seine Pforten, wir werden dann schon wieder zu Hause sein.

Mit der Yamanote-Linie, berüchtigt für seine vollgestopften Züge zur Rush Hour, fuhren wir schließlich noch zwei Illuminationen an. Die Shibuya Blue Cave Illumination zeigt eine Lichtanimation aus mit 600.000 LEDs geschmückten Bäumen. Die Minna no Illumi ist dezenter, aber nicht weniger sehenswert. Hier sind Bäume entlang eines Flussufers mit pinken und gelben LEDs geschmückt.

Morgen fahren wir in den Stadtteil Narita und werden uns dort noch einen Tag umschauen.

Yokohama Christmas Market

Tōkyōs altes Wahrzeichen, der Tōkyō Tower, ist dem Eiffelturm in Paris nachempfunden. Wir fuhren auf die untere Aussichtsplattform in 150 Metern Höhe und genossen den Blick über Tōkyō und die Nachbarstadt Yokohama.

Und dort fuhren wir anschließend hin. Der Weihnachtsmarkt an den Yokohama Red Brick Warehouses ist der größte, den wir bisher in Japan gesehen haben. Es gibt dort etliche Futterbuden mit Glühwein, Bratwurst, aber auch ausgefallenere Speisen wie Kartoffelsuppe oder Hoppelpoppel, dazu noch Buden mit Geschenkartikeln.

Etwas klassischer ist der Weihnachtsmarkt am Roppongi Hill Mori Tower in Tōkyō. Er ist zwar sehr klein, ist aber der älteste Tōkyōs und bietet hauptsächlich typisch deutsche Geschenkartikel.

Den Abend schlossen wir mit der Illumination am Caretta Shiodome ab. Sie behauptet von sich, die beste Tōkyōs zu sein. Uns gefiel der Starlight Garden allerdings besser.

Starlight Garden

Die wahrscheinlich spektakulärste Illumination Tōkyōs ist der Starlight Garden in dem Stadtteil Roppongi. Auf einer Rasenfläche von etwa 2.000 m² stellen etwa 190.000 LEDs eine bunte Animation dar. Als besonderes Highlight gibt es dieses Jahr zudem Seifenblasen, die mit Rauch gefüllt sind.

Worte können dieses Spektakel nicht beschreiben. Und auch das Video lässt nur erahnen, wie wunderbar diese Illumination aussieht.

Leider war es sehr voll dort. Platzanweiser baten per Megafon, nicht stehen zu bleiben, woran sich allerdings niemand hielt… 😆