Tonkatsu-Rezept

Tonkatsu mit Kohlsalat und Reis Eines unserer Lieblingsessen, das man auch gut zu Hause nachkochen kann, ist Tonkatsu, die japanische Version des Schnitzels.

Zutaten

  • 4 Minutensteaks vom Schwein, etwas dicker geschnitten
  • Panko (japanisches Paniermehl, gibt es im Asia-Laden)
  • Mehl
  • Ei
  • Salz, Pfeffer
  • reichlich Öl zum Braten (z. B. hocherhitzbares Sonnenblumenöl)
  • Tonkatsu-Soße (aus dem Asia-Laden, z. B. "Bulldog Tonkatsu Sauce")
  • 150 g Weißkohl
  • Essig-Dressing zum Dippen für den Weißkohl-Salat (z. B. Yuzu-Dressing oder Sesam-Dressing aus dem Asia-Laden)

Zubereitung

Die Schnitzel leicht pfeffern und salzen, dann nacheinander in Mehl, verquirltem Ei und Panko wälzen. Den Weißkohl in feine Streifen schneiden und auf die Teller verteilen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzel von beiden Seiten knusprig braten. Das Öl darf nicht zu heiß werden, da Panko schneller verbrennt als das bei uns übliche Paniermehl. Hier hilft nur etwas Übung, bis die Panade schön kross und das Fleisch gar und innen noch saftig ist.

Die fertigen Schnitzel mit einem scharfen Messer in fingerdicke Streifen schneiden. Auf den Tellern anrichten und einen guten Schuss Tonkatsu-Soße darauf verteilen.

Itadakimasu! (Guten Appetit)

Shachihoko

Dieses süße Manga erzählt, warum aus einem Fisch ein Shachihoko wurde. Wir fanden das Manga auf einer Laterne an der Burganlage von Takamatsu.

Shachihoko findet man oft bei Tempeln und Burgen an den Enden von Dachfirsten. Sie sollen das Gebäude symbolisch vor Feuer schützen.

Shōgunzuka

Die Aussichtsplattform am Shōgunzuka Seiryūden ist ein kurzweiliger Ausflug in Kyōto, der den anstrengenden Aufstieg mit einem fantastischen Panoramablick über die Stadt belohnt.

Wir entschlossen uns, den Weg hinaufzuwandern. Den Einstiegspunkt zu finden, stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Zuerst versuchten wir es am Awata-jinja, doch ein geschlossenes Gatter versperrte uns den Weg. Eine Straße nördlich am Shoren-in führte schließlich doch noch in den Wald hinein.

Ein teils etwas schwer zu erkennender Pfad schlängelt sich durch den Wald, führt schließlich um den Sockel der Aussichtsplattform herum und endet an einem Parkplatz. Mit gemütlichem Schritt dauert der Aufstieg etwa 30 Minuten. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann aber auch einfach mit dem Taxi hochfahren. 😉

Oben angekommen zahlt man einen Eintritt (500¥) und betritt dann die Aussichtsplattform. Spektakulär ist dort nicht nur die Aussicht, sondern sind auch die - im wahrsten Sinne des Wortes - coolen Bänke aus dicken Glasblöcken.

Gleich daneben steht die frühere Aussichtsplattform auf einem Gerüst. Von hier aus hat man einen grandiosen Blick auf Zentral-Kyōto. Bevor man den Ort wieder verlässt, lohnt es sich auf jeden Fall, ein paar Minuten durch den kleinen Landschaftsgarten der Anlage zu schlendern.

Toiletten

Eine moderne japanische Toilette, mit Bedientableau an der Wand neben dem Waschbecken. Sie bieten alle möglichen Funktionen, nur benutzen muss man sie noch selbst. Reden wir doch mal über das Geschäft! Vermutlich hat jeder schon mal irgendwo gehört, dass japanische Toiletten eine technische Spielerei der ganz besonderen Art sind. Und es ist tatsächlich so. In jedem Hotel, von billig bis gehoben, fanden wir die elektischen Toilettendeckel vor, die so genannten Washlets.

Eine beheizte Klobrille zählt mittlerweile schon zum Mindeststandard. Dazu kommen dann noch verschiedene Wasserstrahlen zur Reinigung der unteren Körperregion, natürlich mit einstellbarer Sprühstärke und Wassertemperatur, sowie einem Warmluftgebläse zum Trocknen. Die aktuelle Generation verfügt über ein separates Wandtableau, mit dem man fernbedient per Knopfdruck die Funktionen auslösen und die Spülung betätigen kann. Der allerneueste Schrei ist das Öffnen des Klodeckels per Knopfdruck, oder sogar automatisch, sobald man die Toilettenkabine betritt.

Welches Knöpfchen darf's denn sein?

Ein vor allem bei Frauen sehr beliebtes Feature ist die Oto-hime, die Geräuschprinzessin. Sie simuliert das Geräusch einer Toilettenspülung und übertönt damit auf Wasser sparende Weise zuverlässig andere, nicht so feine Geräusche, die während der Benutzung entstehen können.

Für den Touristen kann die Benutzung eines Washlets zu einer kleinen Herausforderung werden, da die Knöpfe auf Japanisch beschriftet sind. Manche modernen Washlets haben keinen mechanischen Hebel für die Spülung mehr. Dann beginnt das Abenteuer, den richtigen Knopf zu finden, um das Ergebnis seiner Sitzung wegzuspülen. Beim abgebildeten Tableau sind es nicht die auffällig großen Knöpfe, sondern die drei schmalen Knöpfe auf der oberen Seite. Der Knopf links ist für das große Geschäft, der in der Mitte für das kleine, rechts spült nur eine Ökoportion Wasser. Ein kleiner Trost ist, dass die Hersteller der Washlets sich kürzlich auf gemeinsame Symbole einigten.

Modell einer Hocktoilette im Tōtō-Toilettenmuseum

Öffentliche Toiletten sind nicht mit so einem Komfort ausgestattet. Neben der westlichen Sitztoilette ("Western Style") steht dort zudem oft die ganz klassische Hocktoilette ("Japanese Style") als Alternative zur Verfügung. Wirklich praktisch ist, dass man fast überall eine öffentliche Toilette in der Nähe findet, in den allermeisten Fällen sogar in einem durchaus sauberen Zustand.

Schüchtern darf Mann in Japan im Übrigen nicht sein. Einige öffentliche Toiletten erlauben von außen eine ziemlich freie Sicht auf die Urinale. Im Shinkansen befindet sich das Urinal hinter einer Tür, die von innen nicht abgeschlossen werden kann. Das ist aber auch nicht nötig. Durch ein großes Fenster kann man von außen gut sehen, ob das Örtchen gerade in Benutzung ist.

Wie auch immer: Die japanischen Washlets sind vielleicht Spielerei und Luxus. Aber ein Luxus, an den man sich schnell gewöhnen kann... 😁